Aktuelle Pressestimmen

 


 

  vom 26.10.2013
Ehrung für Leibnizianerin

Elisa Riewe für ihre sportlichen Leistungen mit der Gebhardt-Medaille ausgezeichnet

Preisträgerin Elisa Riewe mit dem stolzen Lehrer Heinz Prangenberg.

 

Die Ehrung scheint spät zu kommen, aber die Mühlen der Statistik mahlen nun einmal etwas langsamer. Kurz nach den Sommerferien stand fest: Elisa Riewe vom Leibniz-Gymnasium Altenessen war die beste Leistungskurs ( LK) Sportschülerin des Abiturjahrgangs 2012. Damit war die Verleihung der Willibald-Gebhardt- Medaille des gleichnamigen Forschungsinstitutes, das der Universität Duisburg-Essen angegliedert ist, verbunden. 


Die vom Essener Sporthistoriker Uwe Wick geleitete Willibald-Gebhardt-Stiftung zeichnet seit 2007 die herausragenden Sportschüler im LK Sport aus. Für jeden Regierungsbezirk des Landes NRW werden jeweils die beste Schülerin und der beste Schüler mit dieser Auszeichnung bedacht. 

In seiner kurzen Ansprache freute sich Uwe Wick besonders über Elisa Riewe, denn „endlich“ gab es „wieder eine Preisträgerin aus Essen“, der Heimat des von Prof. R. Naul mit ins Leben gerufene Willibald-Gebhard-Instituts. Schon im zweiten Verleihungsdurchgang 2008 war der Leibniz-Schüler Timo Krämer als Preisträger ausgelobt worden. Doch das Kuratorium der Stiftung stellte kurz vor der Verleihung nach Prüfung der eigenen Satzung fest, dass die Verleihung der Medaille sich nur an LK-Schüler, nicht aber an Abiturienten von Sport im vierten Fach richtet. 

Dennoch müsse Essen als eine Hochburg des Leistungskurs Sports angesehen werden. Neben der Leibniz-Schule (seit 1972), bieten noch drei Gymnasien und drei Gesamtschulen Sport als schriftliches Abiturfach an; in keinem anderen Ort in NRW gebe es diese Angebotsdichte. 

Überreicht wurden die Medaillen vom Fachdezernenten Sport, Klaus Killich, als Vertreter des Schulministeriums und der Bezirksregierung. Er wies in seinem Festvortrag auf den historisch belegten Zusammenhang von körperlicher und geistiger Bildung hin. Den Zusammenhang konnte er aber auch daran festmachen, dass alle zu ehrenden Preisträger in ihrer Gesamtabitur-Note besser als 1,4 abgeschnitten hatten und mit völlig unterschiedlichen Fächerkombinationen ihr Abitur abschlossen. 

Dieses breite Interessen- und Bildungsspektrum konnte Uwe Wick auch an den Biographien der Preisträger nach dem Abitur aufweisen: Nur ein Preisträger studiert Sport für das Lehramt an der Deutschen Sporthochschule in Köln, vier haben ein Medizinstudium begonnen, eine Geehrte setzte auf ein soziales Jahr und die Essenerin Elisa Riewe verfolgt eine Ausbildung bei Siemens mit parallelem Studium an der FOM Essen. 

Heinz Prangenberg, der Elisa Riewe als Kurslehrer über zwei Jahre betreute, freute sich natürlich besonders für „seine“ Preisträgerin. Der LK Sport war nämlich von mehreren Schülerinnen und Schülern belegt worden, die in der z.T. ungeliebten Theorie hervorragende Leistungen erbrachten; und von diesen hob sich Elisa von Beginn an noch deutlich ab. Ihre Klausuren wurden durchgängig mit der Bestnote abgeschlossen. 

 
NAMENSGEBER 
In einem einführenden Festvortrag informierte Prof. Dr. Roland Naul über den Namensgeber der Medaille. Wer wusste schon, dass die Sportbewegungen in Deutschland keineswegs an einer Teilnahme an den ersten Olympischen Spielen der Neuzeit interessiert waren, ihnen sogar feindlich gesinnt gegenüber standen? Willibald Gebhardt (1861 bis 1921) ist es zu verdanken, dass Deutschland seit Beginn der neuzeitlichen Olympia-Bewegung in den Annalen verzeichnet ist.

 


 

  vom 03.10.2013
Als aus dem Juden Salomon der Hitlerjunge Jupp wurde

Sally Perel war zu Gast am Leibniz Gymnasium.

Foto: Alexandra Roth

Der Jude Sally Perel überlebte den Holocaust auf ungewöhnliche Weise. Am Leibniz-Gymnasium in Altenessen berichtete der heute 88-jährige Zeitzeuge aus seinem bewegten Leben im Dritten Reich, in dem er mit viel Glück überlebte.
Es ist ruhig in der Aula des Leibniz-Gymnasiums. So ruhig, dass man viele der 200 Schüler atmen hören kann. So ruhig, wie es sich Lehrer in ihrem Unterricht wünschen. Nur hören die Schüler nicht einem Lehrer zu, sondern Sally Perel.
Der erzählt von einem Besuch in Auschwitz. „Ich habe diese Haufen aus Kinderschuhen gesehen. Diese vielen Haarlocken. Der Geruch von verbrannten Leichen ist dort bis heute spürbar.“

Betroffene Stille in der Aula.

„Damals habe ich mir vorgenommen, bis zu meinem letzten Tag über das Geschehene zu berichten und für die Wahrheit zu kämpfen.“ 
Sally Perel ist Deutscher und Israeli. Er ist Jude und hat den Holocaust überlebt. Der 88-Jährige ist einer von den Zeitzeugen dieser dunkelsten Epoche der deutschen Historie, von denen es immer weniger gibt.

„Ich bin lebendige Geschichte. Ihr seid die letzte Generation, die noch Zeitzeugen erleben kann“, sagt er zu den Leibniz-Teenagern. Und die hören genau zu, was der besondere Besucher zu erzählen hat. Salomon, kurz Sally, wurde in Deutschland geboren. Und hat in Deutschland überlebt. 

Als Jupp. So nannte er sich, als ihn die Wehrmacht aufgriff. Und ihn in Braunschweig in eine Schule der Hitlerjugend steckte. Dort lebte er in „der Haut des Feindes“. Und in ständiger Angst, entdeckt zu werden. Sally, der Jude, erlag der Faszination des faschistischen Systems. „Ich war teilweise begeisterter Hitlerjunge und hatte schöne Erlebnisse: Im Sport, mit Opern von Richard Wagner. Mit meiner Freundin. Der Hitlerjunge war in dieser Zeit dominant. Der Jude verdrängt.“

„Du sollst überleben“, hatte ihm seine Mutter vor dem Abschied mit auf den Weg gegeben. „Vergiss nie, wer du bist“, hatte sein Vater gesagt. Die Eltern überlebten den Holocaust nicht. Sally Perel schon. Und er fand nach dem Krieg sich und seine Identität wieder. Er wanderte nach Israel aus, begann sein zweites Leben. Und schrieb Jahrzehnte später die Ereignisse seines erstes Lebens in der Autobiografie „Ich war Hitlerjunge Salomon“ auf. Ein Buch als Mahnung und Mahnmal, das sich die Leibniz-Schüler gestern dutzendweise zum Lesen mit nach Hause nahmen.

Ebenso, wie die Ratschläge Sally Perels: „Schuld erbt man nicht“, sagte er zu den Zuhörern. Und er schärfte mit einem Appell das Bewusstsein der Gymnasiasten, die zwei Stunden lang fasziniert zugehört hatten: „Wir müssen aus der Vergangenheit lernen, in der Gegenwart richtig zu handeln. Ihr seid für mich neue Zeitzeugen. Ihr habt mich als eine der ersten Quellen gehört. Helft mit, dass die Wahrheit wachgehalten wird.“

  

Schüler reisen 2014 nach Auschwitz

Sally Perel war auf Einladung der Leibniz-Lehrerin Katrin Schmeetz in das Gymnasium nach Altenessen gekommen. Die Pädagogin hatte ihn auf einer Veranstaltung angesprochen.

In dem Gymnasium gibt es einen Projektkurs „Gegen das Vergessen“, in dem 35 Schüler mitarbeiten.

„Eine tolle Zahl. Mit so vielen Interessenten hätten wir bei der Einrichtung des Kurses nicht gerechnet“, sagt Schulleiter Martin Tenhaven.

Neben dem klassischen Unterricht hat der Kurs auch noch eine weitere Komponente: Im Februar 2014 reisen die Schüler nach Auschwitz.

 


 

 

  vom 02.10.2013
Ein Chanson am Leibniz 
Corinne Douarre arbeitet mit Schülern 

Eine musikalische Veranstaltung der besonderen Art gibt es demnächst mit dem Leibniz-Gymnasium. 
Die in Berlin lebende Sängerin Corinne Douarre wird am Montag, 14. Oktober, und Dienstag, 15.0ktober, jeweils vier Stunden lang mit ca. 15 Schülern der Oberstufe ein Chanson (Text und Melodie) erarbeiten.

Thema ist die (Lebens-) Geschichte von Jehan Seval, einem "Kriegskind" aus Frankreich. Er wurde als Sohn eines Deutschen und einer Französin 1943 in Amiens geboren und wuchs ohne Vater auf. Erst Jahrzehnte später traute er sich, die Suche nach diesem und Geschwistern aufzunehmen. Mit vielen Mühen und auf zahlreichen Umwegen fand er sie 2008 in Essen. Seine Geschichte wird mit einigen anderen in dem Buch "Des fleurs sur les cailloux

 - Les enfants de la guerre se racontent" (Blumen auf den Kieselsteinen - Die Kriegskinder erzählen ihre Lebensgeschichte) geschildert. 
Altenessener Schüler werden ihm im Vorfeld Fragen stellen, auf die er per Mail antwortet. Diese Antworten sollen die Basis für das zu schreibende Chanson bilden. 

Am Dienstag, 15. Oktober, um 19 Uhr wird Corinne Douarre dieses Lied - ggf. zusammen mit den Schülern - auf der Zeche Carl uraufführen; anschließend wird sie 90 Minuten lang Lieder aus ihrem Programm präsentieren. 

 

 


 

 

  vom 26.09.2013

Die Schülerin Zaynab Fakhro vom Leibniz-Gymnasium in Altenessen erhält ein Bildungs-Stipendium der Frankfurter „Start“-Stiftung.

Foto: Herbert Höltgen

Jung, erfolgreich, libanesisch

Ihre Familie kam 1989 aus dem Libanon. Sie hat sechs Geschwister. Sie hilft ihren Eltern bei Gängen zum Amt. Warum die 15 Jahre alte Zaynab Fakhro aus Essen-Altenessen trotzdem gerade dabei ist, eine Bildungskarriere wie aus dem Bilderbuch hinzulegen.

Von Martin Spletter

Als sie die Grundschule
beendete, da machte sie sich Sorgen. „Ich dachte, hoffentlich schaff’ ich das auf der Hauptschule.“ Dabei kriegte Zaynab Fakhro aus Altenessen gar nicht mit, was die Grundschullehrerin gerade mit ihren Eltern aushandelte: Dass das Mädchen aufs Gymnasium
gehört, und zwar dringend. „Zum Glück“, erzählt die 15-Jährige, „haben sich meine Eltern damals überreden lassen. So startete sie auf dem Leibniz-Gymnasium. Zaynab, die in Steele zur Welt kam, hat sechs Geschwister, drei Brüder und drei Schwestern, und Zaynab ist die einzige, die es aufs Gymnasium geschafft hat. „Als ich auf der Grundschule war, wusste ich gar nicht, dass hier in der Nähe überhaupt ein Gymnasium ist.“

Ihre Familie kam 1989 aus dem Libanon ohne ein Wort Deutsch
. Noch heute hilft Zaynab ihren Eltern bei Gängen zum Amt, der Sprache wegen. Wenn man sie fragt, was sie mal werden will, dann sagt sie: „Es gibt einen Wunschberuf, und es gibt einen Traumberuf.“ Ihr Wunschberuf: Lehrerin werden, anderen Kindern und Jugendlichen helfen, neue Chancen bieten, Türen öffnen. So, wie ihr das passiert ist: Ihr Klassenlehrer Christian Heynk schlug sie für ein Bildungsstipendium der Frankfurter „Start“-Stiftung vor. 500 Bewerbungen landesweit gingen ein, 

50 junge Leute bekamen den Zuschlag – Zaynab ist dabei. Sie konnte mit ihren Unterlagen und einem Vorstellungsgespräch vor einer Auswahlkommission überzeugen. Nun erhält sie künftig monatlich 100 Euro Unterstützung, sie bekommt einen Laptop mit Drucker sowie Geld für Sprachreisen. Das Stipendium dauert drei Jahre, bis Zaynab ihr Abi
gemacht hat. 

„Im Essener Norden haben wir nicht weniger Talente als im Süden“, betont Martin Tenhaven, der Leiter des Leibniz-Gymnasiums. „Allein an unserer Schule haben im Sommer sechs Schüler ein Abi von 1,0 gemacht. Trotzdem sind allein gute Noten nicht ausschlaggebend beim Stipendium. Auch soziales Engagement ist wichtig.“ Zaynab repräsentiert in dieser Hinsicht fast das gesamte Schulprogramm: Macht mit bei der Hausaufgabenhilfe für Jüngere, macht beim „Buddy“-Programm mit, einer Art Streitschlichter-Projekt, und Schulsanitäterin ist sie auch. 

Ihre Lieblingsfächer heißen Französisch und Latein, ihr Lieblings-Autor Nicholas Sparks. Zurzeit liest sie seinen Roman
„The Guardian“, und ja, sie liest das Buch im englischen Original. Lehrerin werden, das ist der Wunschberuf. Ach ja, und ihr Traumberuf? „Ärztin werden und Kindern im Ausland helfen.“ Aber sie hält das für eine Nummer zu groß. – Mal sehen, oder?

 

 


 

 

  vom 25.05.2013
Zwischen Traum
und Wirklichkeit

Leibniz-Schüler erarbeiten Projekt zum Thema "Konflikte und Gewalt in Paarbeziehungen"

Nach einer Studie des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (2004) hat jede vierte Frau in Deutschland schon mindestens einmal Gewalt durch den Partner erlebt. Gewalt in Beziehungen zwischen Jugendlichen ist in Europa noch wenig erforscht. Man kann aber davon ausgehen, dass Gewalt auch in Teenagerbeziehungen weit verbreitet ist. Schüler des Leibniz-Gymnasiums Altenessen haben hierzu ein Projekt erarbeitet.

 Erfahrungen aus der sexualpädagogischen Arbeit mit Jugendlichen zeigen, dass große Anhänglichkeit und Eifersucht von Jugendlichen zunächst oft als Liebesbeweise erlebt werden. Sie können jedoch auch erste Warnzeichen in einer Beziehung sein. Demütigungen, kontrollierendes Verhalten, Drohungen, Bloßstellungen im Internet, Körperverletzung und sexuelle Übergriffe sind Formen von Beziehungsgewalt, die unter Jugendlichen vorkommen und schädigende Folgen für ihre Entwicklung haben können.


Gemeinsam mit dem
Lore-Agnes-Haus


Jugendliche wissen meist wenig über Gewalt in Paarbeziehungen. Wenn sie betroffen sind, fällt es ihnen schwer, darüber zu sprechen. Ihnen fehlt das Wissen darüber, an wen sie sich zur Unterstützung wenden können und welche Einrichtungen Hilfe anbieten.

Von November 2012 bis April 2013 führte das AWO-Beratungszentrum Lore-Agnes-Haus in Kooperation mit der Gleichstellungsstelle der Stadt Essen und dem Leibniz-Gymnasium zum zweiten Mal ein

Präventionsprojekt mit dem Thema "Zwischen Traum und Wirklichkeit. Kommunikation, Konflikte und Gewalt in Paarbeziehungen" durch. Das Lore-Agnes-Haus ist Anlaufstelle für alle Fragen und Probleme rund um Sexualität, Verhütung, Schwangerschaft und Schwangerschaftsabbruch.

Das Projekt umfasste zwei Phasen. Die erste Phase bestand aus sieben Treffen in einer interkulturellen Gruppe mit fünf 16- bis 18jährigen Schülerinnen des Altenessener Leibniz-Gymnasiums.

Ziel war es, die Teilnehmerinnen zu stärken und ihnen Wissen zu vermitteln, damit sie ihre Rechte kennen, für Gewalt im eigenen Umfeld sensibilisiert werden und in der Lage sind, sich bei Warnzeichen oder erlebter Gewalt Hilfe zu holen.

Die Treffen wurden mit Gesprächen und einer Vielzahl Übungen abwechslungsreich gestaltet, um eine lebendige Auseinandersetzung mit den Themen zu fördern. Dabei wurde Wert darauf gelegt, eine gute Gruppenatmosphäre zu schaffen.

In einer zweiten Phase führten die Teilnehmerinnen Präventionsveranstaltungen mit Schulklassen ihrer Schule durch mit dem Ziel, andere Schüler auf das Thema häusliche Gewalt aufmerksam zu machen und mögliche Hilfsangebote vorzustellen.

Die Leitung hatte Dipl.-Psychologin Barbara Flotho vom Lores-Agnes-Haus. Eine interkulturelle Gruppe von Schülerinnen der 13. Jahrgangsstufe des Leibniz-Gymnasiums mit türkischem, kurdischem, marokkanischem, polnischem, deutschem Hintergrund waren erste Teilnehmer.

 

 


 

 

  vom 22.05.2013
"Es war eine großartige Erfahrung":
Leibniz-Schüler in Salt Lake City

Erstmals nahm das Altenessener Gymnasium an diesem Programm teil

Für insgesamt drei Wochen fuhren Schüler des Leibniz Gymnasiums in Altenessen nach Salt Lake City, Hauptstadt des US-Bundesstaates Utah. Der Aufenthalt war Teil einer Bildungsreise, bei dem die Teilnehmer bei meist mormonischen Gastfamilien untergebracht waren.

"Es war eine großartige Erfahrung - nicht nur für mich, sondern insbesondere für meine Schüler" berichtet Lehrer André Möllers, der die Gruppe auf dieser Reise begleitete. Bis jetzt kannten die Schüler die USA primär nur aus dem Fernsehen und dem Internet. Selbst hatte noch keiner von ihnen den Atlantik überquert.

Es ist auch überhaupt das erste Mal, dass Schüler des Leibniz-Gymnasiums an diesem Programm nach Amerika teilnahmen. "Aufgrund der erfolgreichen Durchführung und der durchweg positiven Rückmeldungen, hoffen wir, unseren Schülern diese Möglichkeit im kommenden Jahr erneut anbieten zu können", so Schulleiter Martin Tenhaven, der die Reise als Schulveranstaltung genehmigt hatte.

"Gerne würde ich wieder nach Utah fahren, aber erst einmal haben meine Gastgeschwister vor, mich in Deutschland zu besuchen." Nikolina Lozanovska versucht wie viele andere Schüler den Kontakt mit ihrer Gastfamilie zu halten. Die herzliche Aufnahme hat dazu geführt, dass die Schüler sich auf Anhieb wie zu Hause gefühlt haben. In den drei Wochen hatten sie die Möglichkeit dem High-Schoolunterricht beizuwohnen.

 Jedem Austauschschüler stand ein amerikanischer "shadow student" zur Seite – meist einer der zahlreichen Gastgeschwister, denn fünf oder mehr Kinder sind in mormonischen Familien keine Seltenheit.

Die letzte Woche der Reise, die mit dem amerikanischen Springbreak zusammenfiel, nutzten die Gastfamilien ihren deutschen Gästen ihr Land zu zeigen. Viele besuchten Utahs spektakuläre Nationalparks, aber auch Las Vegas oder sogar Los Angeles standen auf dem Reiseprogramm und bildeten den krönenden Abschluss der Reise.

 

 


 

 

  vom 15.05.2013


"Traum und Wirklichkeit": (v.l.) Martin Tenhaven, Rebecca Gegner, Barbara Flotho (Awo), Gisela Kaßner (Stadt Essen), Berna Cibir und Marta Jakob.
FOTO: KONOPKA

Gewalt gilt als Tabuthema

Schülerinnen des Leibniz-Gymnasiums in Altenessen beschäftigten sich intensiv mit Beziehungsproblemen Jugendlicher. Dokumappe und Plakat erstellt

Altenessen. Laut einer Studie des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend aus dem Jahre 2004 hat jede vierte Frau in Deutschland schon einmal Gewalt in ihrer Partnerschaft erlebt. Wenig erforscht ist hingegen die Gewalt in Beziehungen zwischen Jugendlichen - doch könne man, so Diplom-Psychologin Barbara Flotho, davon ausgehen, dass das Thema auch bei jüngeren Menschen weit verbreitet ist.

Das Engagement der gesamten Gruppe war sehr hoch
Barbara Flotho, Diplom-Psychologin bei der Arbeiterwohlfahrt

Grund genug, eine Projektgruppe zu gründen, die sich genau mit diesem Thema beschäftigt - so geschehen am Leibniz-Gymnasium an der Stankeitstraße. In Kooperation mit dem AWO-Beratungszentrum Lore-Agnes-Haus und der Gleichstellungsstelle der Stadt Essen arbeiteten fünf Schülerinnen des Q1-Jahrgangs an dem Präventionsprojekt "Zwischen Traum und Wirklichkeit", um vor allem jüngere Mitmenschen aufzuklären.
Wie viel Eifersucht ist normal? Ist meine Beziehung in Ordnung? Gehen mein Partner und ich gleichberechtigt miteinander um?

 Wo fängt Gewalt an? Wo finde ich Hilfe? Fragen über Fragen, auf die vor allem Teenager oftmals eine Antwort suchen. Das Projekt richtete sich deshalb gezielt an die neunten Klassen - eine Altersklasse, in der viele ihre ersten Erfahrungen mit einer Beziehung machen. "Leider ist das Thema 'Gewalt in Beziehungen' ein Tabuthema", so Marta Jacob. Aufklärung sei deshalb, so findet die Schülerin, enorm wichtig.

Bereits im November vergangenen Jahres setzte sich die Projektgruppe zu einem ersten Treffen zusammen. In regelmäßigen Abständen wurden dann verschiedene Themen wie Konflikte, Warnsignale, Gewalt oder Hilfsangebote im Lore-Agnes-Haus bearbeitet. "Das Engagement der Schülerinnen war enorm hoch. Auch außerhalb der Schule haben sie viel Zeit und Arbeit investiert", lobt Barbara Flotho die Projektteilnehmerinnen.

Ein gutes halbes Jahr und unzählige Arbeitsstunden später liegen die Ergebnisse des Projektes nun vor. Die Schülerinnen hielten inzwischen Informationsveranstaltungen in den neunten Klassen ab und entwarfen eine knapp 30-seitige Dokumentationsmappe sowie Plakate, die nun in der Schule hängen.

 

 


 

 

 

  vom 15.05.2013
SPORT IN ESSEN
Die Stadtmeister im Schulfußball


C-Jugend: Leibniz-Gymnasium

Mädchen-Finale WK III: Leibniz-Gymnasium - GE Bockmühle 3:1. Das Siegerteam: Mara Hoffmann, Lara Sitterli, Anna Döpper, Sofia Heil, Katharina Sakowski, Milena Knorr, Laura Sonnet, Helen Wallner, Reeze Ajazi und Lena Täubner mit Schulleiter Martin Tenhaven (r.) und Lehrer Ingo Callies.



B-Jugend: Leibniz-Gymnasium

Mädchen-Finale (WK II): Leibniz-Gymnasium - Gymnasium Am Stoppenberg 4:2. Für die erfolgreiche Mannschaft von Sportlehrer Ingo Callies spielten Caroline Kemmesat, Lara Rothhaar, Amrei Saha, Laura Mahler, Johanna Hippert, Janine Jost, Evelin Olheiser, Elvan Nalbant, Sabina Göke, Vivien Falck.

 

 


 

 

  vom 02.05.2013
Studienfeldtest am Leibniz-Gymnasium

Kooperation mit Bundesagentur für Arbeit


Das Leibniz-Gymnasium hat in Kooperation mit der Bundesagentur für Arbeit für seine Schüler einen psychologischen Test in verschiedenen Studienfeldern angeboten. Ist Jura etwas mich oder doch eher Medizin? Ein Studiengang mit einem sprachlichen Schwerpunkt käme auch in Frage...
Die Bundesagentur für Arbeit in Essen hat einen Workshop angeboten, um Orientierung zu bieten. Dabei bearbeitete jeder Schüler einen studienfeldbezogenen Test, der ausgewertet wurde.
"Eine solche psychologische Fachtestung halte ich für sehr sinnvoll", bilanziert Schulleiter Martin Tenhaven: „Knapp 16.000 Studiengänge allein in Deutschland, da macht es Sinn, dass unsere Schüler vor Studienbeginn die Möglichkeit haben, sich zu orientieren." 
In nächster Zeit stehen weitere kostenfreie Studien- und Berufsorientierungsmaßnahmen an. 20 Schüler nehmen an einem dualen Orientierungspraktikum teil. Hierbei werden sie eine Woche an der Universität Duisburg-Essen (24.6.-28.6.2013) ins Studentenleben hineinschnuppern und Vorlesungen in Wirtschaftswissenschaften, Medizin oder Ingenieurwissenschaften besuchen.
Orientierung bei der Berufswahl

In der letzten Schulwoche vom 15. bis 19. Juli machen die Oberstufenschüler ein Praktikum im gewünschten Berufsfeld. 
30 Schüler der Oberstufe haben am 13. Juni die Möglichkeit, auf der Vocatium Ruhrgebiet vier Infogespräche mit Universitäten und potenziellen Arbeitgebern zu führen. Die nächsten Sprechstunden der Bundesagentur für Arbeit im Berufsorientierungsbüro am Leibniz-Gymnasium finden am 5. und 17. Juni statt. 

 

 


 

 

  vom 02.05.2013
Leibniz-Schüler in Amerika

Schüler des Altenessener Leibniz-Gymnasiums haben erstmals an einem Amerika-Austauschprogramm teilgenommen; Für insgesamt drei Wochen fuhren Jugendliche nach Salt Lake City, Hauptstadt des US-Bundesstaates Utah. Der Aufenthalt war Teil einer Bildungsreise, bei dem die Teilnehmer bei meist mormonischen Gastfamilien untergebracht waren. In den drei Wochen hatten sie die Möglichkeit, am High-School-Unterricht teilzunehmen. Jedem Austauschschüler stand ein amerikanischer "shadow student" zur Seite. Erste Gegenbesuche sind bereits in Planung.

 

 


 

 

  vom 31.01.2013

"Schachkekse" 
wieder im Finale

Bei der Zwischenrunde zur Schach-Meisterschaft des Regierungsbezirks Düsseldorf erreichten die "Schachkekse" des Leibniz-Gymnasiums durch zwei 3:1-Siege gegen den einzigen Konkurrenten aus Wuppertal wie in den Vorjahren sicher das Finale. Das Gymnasium an der Wolfskuhle musste sich bei der ersten Teilnahme mit dem dritten Platz begnügen. Für Leibniz spielten Clemens Waidelich (2 Punkte), Lukas Schimnatkowski (1), Anna Bérénice Döpper (2) und Cem Celik (1).

 

 


 

  vom 30.01.2013
Genossenschaft am Leibniz-Gymnasium
Kaffeeverkauf und Merchandising sind Themen der Neugründung

Schüler und Schülerinnen des Leibniz-Gymnasiums gründeten eine Genossenschaft.

Der Sozialwissenschaften-Projektkurs des Leibniz-Gymnasiums hat die Schülergenossenschaft "Favourite Flavour" gegründet. 13 Schülerinnen und Schüler kümmern sich selbstständig um Einkauf, Finanzen und Dinge wie Buchhaltung. 

Das Team von "Favourite Flavour" verkauft zu festen Zeiten Kaffee. Parallel sollen Poloshirts, Kapuzenpullis, besondere Kaffeebecher mit dem Leibniz-Logo vermarktet werden. 

„Ein ambitíoniertes Vorhaben, ich bin gespannt wie sich die Dinge entwickeln", sagt Leibniz Schulleiter Martin Tenhaven. Neben ihm bilden Anja Wenzel (Marketing), Fachlehrer Dr. Frank Meetz, Torben Richly (Verwaltung) sowie Sandra Baldeau den Aufsichtsrat., Edina Mustafa, Silvija Primorac, Florian Kemmesat, Christian Kovac und Nabil Samad den Vorstand. Geplant ist der Beitritt zum rheinisch-westfälischen Genossenschaftsverband. Wer sich an der Genossenschaft beteiligen - und an einem möglichen Gewinn teilhaben - möchte, kann sich unter info.favouriteflavour@gmail.com  melden. 

 

 


 

 

  vom 26.01.2013
Leibniz-Schüler sind weiter

Zwischenrunde erreicht - Schülermeisterschaften im Schach

Foto: Leibniz-Gymnasium

Generationswechsel bei den Schachkeksen: Nachdem mit Jan Dette und André Kolbe zwei Spieler aus der Siegermannschaft des letzten Jahres herausgewachsen sind, mit Tim Dette zudem ein starker Spieler krankheitsbedingt fehlte, mussten Lukas Schimnatkowski, Anna Bérénice Döpper und Cem Celik aufrücken, die im Vorjahr im Alleingang die WK III gewonnen hatten. Nur Clemens Waidelich, der amtierende Essener Stadtmeister U18, blieb aus der Erfolgsmannschaft des letzten Jahres übrig. 

Insgesamt starteten nur drei Schulen in diesem Wettbewerb. Unter anderem fehlte mit dem Burggymnasium der vermutlich schärfste Rivale. Allerdings hatte auch das Maria-Wächtler- Gymnasium eine starke Truppe mit immerhin drei Vereinspielern aufgeboten, die das Theodor-Heuss- Gymnasium aus Essen-Kettwig in der ersten Runde denn auch klar mit 3,5:0,5 besiegte.

Schon die zweite Runde brachte das "Gipfeltreffen" gegen Maria-Wächtler. Eine Paarung mit einer gewissen Brisanz. 

Schließlich saßen auf beiden Seiten fast ausschließlich Spieler, die gemeinsam bei den Sportfreunden Katernberg trainieren. Schnell stellte sich aber heraus, dass Leibniz doch die "besseren" Katernberger in seinen Reihen hatte: Cem Celik und Anna Döpper knöpften ihren Gegnern schnell die Dame ab. Als Lukas Schimnatkowski dann auch noch einen Läufer gewann, "war der Drops gelutscht", obwohl sich Cem an seinem Bonbon noch verschluckte: Im Gefühl des sicheren Sieges setzte er seinen Gegner nämlich Patt und verschenkte so einen halben Punkt. Auch wenn sich Clemens am Spitzenbrett dem in den letzten Monaten immer stärker werdenden Henrik Kennemann geschlagen geben musste, war am 2,5:1,5 - Sieg nicht mehr zu rütteln. 

Im Kampf gegen das Theodor- Heuss- Gymnasium stand es nach Siegen von Cem, Lukas und Anna schnell 3:0, Clemens erhöhte schließlich gegen harte Gegenwehr auf 4:0. Damit steht das Leibniz- Gymnasium in der Zwischenrunde, die am Dienstag, 29. Januar, ab 12 Uhr in eigenen Aula ausgerichtet wird. 

 

 


 

 

  vom 09.01.2013
Leibniz kooperiert
mit der Uni

Schüler "helfen" bei der Lehrerausbildung

Martin Tenhaven (l.) und Hans-Ernst Fischer mit der Kooperationsvereinbarung.

Foto: Leibniz-Gymnasium

Das Leibniz-Gymnasium Essen hat mit der Universität Duisburg-Essen eine vertragliche Kooperationsvereinbarung im Bereich der schulischen Praxisphasen während der Lehrerausbildung getroffen.

"Praxisferne!", "Schule als die große Unbekannte!" oder "Erst nach zwölf Semestern im Kontakt mit dem Schüler!" - Auf diese Vorwürfe gegen die in die Jahre gekommene Organisation des Lehramtsstudiums reagierte das Land NRW 2009 in einem reformierten Lehrerausbildungsgesetz. So durchlaufen Lehramtsstudenten Eignungs- und Orientierungspraktika sowie ein Praxissemester an Schulen. 

Praxisnahe Ausbildung
der Lehrer angestrebt

Seit dem Schuljahr 2010/11 findet ein Projekt mit Fünftklässlern am Leibniz-Gymnasium statt, die mit Unterstützung von Studenten im Praxissemester der Universität Duisburg-Essen Powerpoint gestützte Vorträge zu einem breiten Themenspektrum inhaltlich und medial vorbereiten und als "kleine Experten" ihre Ergebnisse bei einer Tagung vorstellen. 

An diesem und anderen Arbeitskontakten des Leibniz-Gymnasiums mit der Hochschule wollen die Beteiligten nun mit der Zielsetzung, "die gemeinsame Entwicklung und Sicherung der schulischen Praxisphasen in den Lehramtsstudiengängen" zu intensivieren und weiterzuentwickeln, anknüpfen. Anlässlich dazu begrüßte Schulleiter Martin Tenhaven zusammen mit der Praktikumskoordinatorin des Gymnasiums, Beate Brauer-Kobusch, den Vorstandsvorsitzenden des Zentrums für Lehrerbildung (ZLB) der Universität Duisburg-Essen zu einem Gespräch.

Ab Februar 2015 ist vorgesehen, die Begleitung und Vorbereitung des bereits auf 18 Monate verkürzten Vorbereitungsdienstes (Referendariat) stärker in die Universitäten zu verlagern und eine engere Abstimmung zwischen Hochschule, Ausbildungsseminar sowie Schule zu erreichen. Im stürmischen Fahrwasser der nordrhein-westfälischen Bildungspolitik wollen beide Seiten eine "Knall-auf-Fall-Wirkung der Ausbildungsreform abfangen", indem eine enge Zusammenarbeit bei der Abstimmung bereits im Vorfeld geschieht, wie Martin Tenhaven erklärte.

 

 


 

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